Endstand: SSG Humboldt - Blau Weiß Friedrichshain 2:1 (0:0)
Härtel | ||||||
Halbich | Seidel | Wiesener | ||||
Fink | von Ziemer | Pobanz | Meinert | |||
M. Fischer | ||||||
Dümmel | Fechner |
Aus-/Einwechslungen:
40. Liesener für Fink
60. Möller für Meinert
70. Neumerkel für von Ziemer
1:0 (55., Fechner) | Dümmel legt von der Grundlinie in den Strafraum zurück, Fechner schneller als Liesener |
2:0 (65., Dümmel) | Liesner erkämpft auf der rechten Seite den Ball, Dümmel umspielt den Torwart |
2:1 (88. | Schneller Konter |
Das Spiel gegen Friedrichshain begann ungewohnt spät erst um 16:00 Uhr. Da kein richtiger Schiedsrichter anwesend war, leitete Mademann die Partie. Humboldt begann sehr schwungvoll und hatte gleich ein paar Großchancen, bevor sich die gegnerische Abwehr überhaupt sortiert hatte. Über Fink auf der rechten Seite wurden die Angriffe schnell nach vorn gespielt, so daß das Friedrichshainer Mittelfeld gar nicht so schnell zurücklaufen konnte. In der 2. Minute vergab Dümmel eine flache Hereingbabe von Fink vors Tor, wenig später verfehlte ein Schuß von Dümmel vom Strafraum das Gehäuse nur knapp. Danach hatte sich Friedrichshain dann sortiert, so daß das Spiel ausgeglichener verlief. Auf der linken Seite ließ Meinert mehrere Male die heraneilenden Gegenspieler gekonnt ins Leere laufen und verschaffte sich trotz Schnelligkeitsnachteilen immer wieder genügend Vorsprung für eine Flanke. Im Mittelfeld machten Fischer und v. Ziemer das Spiel. Die Abwehr hatte dank Wiesener die Lufthoheit und ließ erstmal nichts anbrennen, nur Halbich machte es durch den ein oder anderen Fehlpaß durchaus spannend. Pobanz machte eine solides Spiel, hier fehlen aber noch die Impulse im Spielaufbau.
In der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit wurde Humboldt wieder gefährlicher, mehrere Flanken erreichten Dümmel, allerdings war mit dem äußerst leichten Ball kein vernünftig scharfer Kopfball aufs Tor zu bekommen. Leider mußte in der 40. Minute Fink wegen einer Fußverletzung ausgewechselt werden, der eingewechselte Liesener konnte sich allerdings gleich mit zwei gekonnten Doppelpässen in Szene setzen. Torlos ging es in die Kabinen.
Die zweite Halbzeit begann ohne nennenswerte Vorteile einer der beiden Mannschaften. Humboldt spielte weniger über außen, so daß der Ball meist im Mittelfeld erkämpft und wieder verloren wurde. In der 55. Minute erlief Dümmel am rechten Strafraumrand einen Ball, setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch und spielte den Ball wie aus dem Lehrbuch flach zurück in den Strafraum. Fechner gelangte durch sportlichen Körpereinsatz vor dem ebenfalls wartenden Liesener an den Ball und versenkte aus 10 Metern. Das 2:0 ergab sich 10 Minuten später ähnlich, nur mit vertauschten Rollen. Diesmal erkämpfte Liesener den Ball auf der rechten Seite, spielte Dümmel an, der sich den Ball gekonnt am herauslaufenden Torwart vorbeilegte und ins leere Tor einschob.
Humboldts Führung war zu diesem Zeitpunkt verdient, das Spiel aber noch nicht entschieden. Direkt nach dem 2:0 traf Friedrichshain nur den Pfosten, nachdem sich in der Abwehr größere Lücken aufgetan hatten. Hier machte sich die hauptsächlich offensive Einstellung der beiden Außenpositionen bemerkbar, so daß das zentrale Mittelfeld mehr Laufwege und Abstimmungsaufwand hatte. Humboldt revanchierte sich aber kurze Zeit später ebenfalls mit einem Pfostenschuß durch Fischer. Humboldt hatte den Sieg eigentlich schon in der Tasche, als Liesener von Ziemer in den Lauf spielt, der mit Vorsprung den Ball versenkt. Leider entschied der Schiedsrichter hier zu Unrecht auf Abseits. Es sollte nicht die einzige problematische Entscheidung des Spiels gewesen sein.
Gegen Mitte der zweiten Halbzeit wurde zunächst Möller für Meinert eingewechselt, wenige Minuten später Neumerkel für von Ziemer, jeweils wegen nachlassender Kräfte. In der Endphase wurde es bei hereinbrechender Dunkelheit noch einmal spannend. Der Platzwart hatte beim Schiedsrichter anfragen lassen, ob das Anschalten der Lichtanlage nötig werden würde, wurde aber abschlägig beschieden. So erzielte Friedrichshain bei fast kompletter Finsternis in der 88. Minute noch ein Tor, bei dem die Abwehr von Humboldt einen unsortierten und aufgelösten Eindruck machte, ähnlich wie Friedrichshain in den Anfangsminuten. Die nachdrücklichen Forderungen nach einem Schlußpfiff wurden dann schließlich doch erhört, so daß Humboldt seine Erfolgsserie mit einem weiteren Sieg fortsetzen konnte.