Endstand: SSG Humboldt - SV Galatasaray Berlin 3:3 (1:2)

Aufstellung

 v. Bock
 Möller Pobanz Halbich
Merbeth Humpert Lewe Luzius
 Dümmel
 Hufeland Fechner

Aus-/Einwechslungen:
45. Härtel für Möller
65. Liesener für Fechner
85. Neumerkel für Dümmel


Tore

0:1 (5.)Merbeth senst bei Flanke am 16er über den Ball, Vollspann (unhaltbar)
0:2 (10.)fällt mir gerade nicht ein, auch ziemlich dusselig
1:2 (30., Merbeth)Freistoß von Pobanz(?), Merbeth läuft in den Strafraum ein, Annahme mit der Brust, flach amTorwart vorbeigeschoben
2:2 (49., Hufeland)weiter Paß von Humpert in den Raum, Hufeland erläuft den Ball, behauptet und versenkt
3:2 (60., Dümmel)Ball zentral auf Dümmel, setzt sich 25 Meter durch und versenkt
3:3 (75.)Angeblicher Handelfmeter (Halbich) halbrechts eingeschoben

Bericht

Im 3. Anlauf konnte das Rückrundenspiel gegen Tabellenführer Galatasaray nun endlich durchgeführt werden. Zwar war auch diesmal der angesetzte Schiedsrichter nicht erschienen, Galatasaray stellte allerdings aus ihren Reihen einen Ersatz zur Verfügung. Anstoß war 19:00 Uhr.

In den ersten Minuten dominierte der Gast das Spiel. Humboldt hatte anfangs große Mühe, sich zu orientieren und zu sortieren. Galatasaray bot gefälligen Individualfußball und war im 1:1-Spiel sehr geschickt. Die beiden schnellen Gegentore fielen jedoch eher durch glückliche Umstände als durch geschicktes Spiel. Humboldt konnte sich danach jedoch befreien und spielte durchaus gefällig über die linke Außenbahn (Luzius, Lewe) und durch die Mitte (Hufeland, Dümmel, Fechner). Gegen den oft nachsetzenden Gegner wurde der Ball stellenweise noch zu wenig laufengelassen, allerdings machte Humboldts Hintermannschaft auch nicht einen sonderlich ballsicheren Eindruck.

Humboldt hatte in der Folge gute Chancen nach Ecken (Lewe, meist gefährlich vor den 5-Meter-Raum), Fechners Kopfball holte der Torwart noch unter der Latte hervor. Der Nachschuß nach Abprallern war allerdings leider zu oft ungefährlich. Der sicher nicht unverdiente Anschlußtreffer gelang Merbeth aus ruhender Situation. Den in den Strafraum geschlagenen Freistoß wie aus dem Bilderbuch von der Brust abtropfen lassen und mit der Innenseite halb unter dem Torwart einschieben sah sehr elegant aus. Lewe verzog einen Freistoß von halblinks nur knapp über das Tor.

Die zweite Halbzeit begann Humboldt furios. Kurz nach Wiederanpfiff erlief Hufeland einen langen Ball trotz Gegenspieler, behauptete die Kugel bis in den Strafraum und versenkte gnadenlos. Inzwischen stand Härtel im Tor, und von Bock war auf die Verteidigerposition gerückt. Humboldt witterte Morgenluft und verstärkte seine Bemühungen. Auf der rechten Seite hatte Merbeth mehr Platz als noch in der ersten Halbzeit, Lewe und Dümmel gestalteten im Mittelfeld das Spiel. Auch Luzius hatte auf der linken Seite recht oft Platz, wurde aber manchmal vergessen. Dümmel brachte Humboldt schließlich sogar durch eine Einzelaktion in Führung.

In der Folge verstärkte Galatasaray seine Bemühungen, konnte dabei allerdings nicht sonderlich gefährlich werden. Härtel hatte seinen Strafraum meist unter Kontrolle, Distanzschüsse wurden entweder gefangen oder sicher geklärt. Lediglich ein Pfostenschuß war das Resultat der Anstrengungen. Galatasaray schaffte dann doch noch den Ausgleich, als der bis dahin sehr gut pfeifende Schiedrichter bei einen angeschossenen Ball auf Handelfmeter entschied, den Galatasaray verwandelte (Härtel hatte sich die falsche Seite ausgesucht). In der Folgezeit zog sich Humboldt mehr in die eigene Hälfte zurück und hatte nur noch sporadisch Chancen. Der eingewechselte Liesener bot eine sehr durchwachsene Leistung, insbesondere bei der Ballbehauptung ist wohl wieder verstärkte Arbeit nötig. Das Spiel endete schließlich mit einem durchaus gerechten Unentschieden.