Endstand: SSG Humboldt - Normannia 0:2 (0:1)

Aufstellung

 Robbel
 Halbich Seidel Pobanz
Köhler Kurth Humpert Merbeth
 Lewe
 Liesener Dümmel

Wechsel
60. Wippich für Liesener
70. Skrotzki für Halbich
75. Fechner für Merbeth


Tore

0:1 (15.)Gegenspieler von Pobanz legt am Strafraum klammernd den Ball auf Halbichs Gegner ab, der am kurzen Pfosten versenkt
0:2 (50.)Köhler köpft Ecke an den rechten Pfosten, Seidel klärt am linken Pfosten nach Schiedsrichterauffassung hinter der Linie

Spielbericht

Bei schönem Frühlingswetter trat Humboldt in defensiver Formation gegen den derzeitigen Tabellenführer Normannia an. Normannia spielte mit zwei Spitzen und zwei dahinter postierten, zentralen Mittelfeldspielern. Humboldt hatte sehr schnell eine Zuordnung gefunden und stand in der Abwehr sicher. Im Spiel nach vorn gab es aufstellungsbedingt wenig Impulse. Humboldt konnte bei eigenen Abschlägen selten den Ball erobern und mußte meist auf einen gewonnen Zweikampf warten, um in Ballbesitz zu kommen. Oft wurde auch sehr schnell auf die sich gut im Raum verteilenden Spitzen gespielt, so daß das Mittelfeld Mühe hatte, sich beim Angriff mit einzuschalten.

Normannias Abwehr war anfangs bei steilen Pässen anfällig, jedoch konnte der mit Übersicht agierende gegnerische Torwart die Situationen stets rechtzeitig entschärfen. Auch der Libero stand gut hinter seinen Leuten.

Normannia ging nach einer Viertelstunde recht überraschend in Führung, ohne vorher eine nennenswerte Torchance gehabt zu haben. Humboldt spielte weiterhin gut mit und konnte sich auch einige kleinere Chancen erarbeiten, ohne sie aber mit Erfolg nutzen zu können. Hier fehlte ein Stürmer, der durch Schnelligkeit die gegnerische Abwehr hätte austricksen können oder ballsicher und schußstark auch mal aus der Distanz den Torwart geprüft hätte. So war oft am Strafraum Schluß.

In der zweiten Halbzeit geriet Humboldt durch ein eher kurioses Eigentor mit 0:2 in Rückstand, als Köhler nach einer Ecke die Rübe hinhält. Humboldt versuchte sich auch in der Folgezeit an einer Ergebniskorrektur, doch Dümmel scheiterte aus etwa 12 Metern mit einem schwachen, nicht gut plazierten Schuß am Torwart, ebenso wie später Lewe mit einem Distanzschuß, der schön ins Dreiangel gepaßt hätte, aber auch vom Torwart herausgefischt wurde. Auf der anderen Seite traf Normannia noch zweimal den Pfosten, der Ball sprang aber beide Male Torwart Robbel von da netterweise in die Arme.

Gegen Ende des Spiels wurde es nochmal spannend, als der nicht sonderlich souverän pfeifende Schiedrichter zwei Spieler von Normannia mit gelb-rot vom Platz stellte. Die verbleibende Zeit war jedoch zu kurz und Humboldt nicht clever genug, die sich bietenden Räume für eine Ergebniskorrektur zu Nutzen.

Alles in allem ein durchaus verdienter Sieg für Normannia, der allerdings auch zeigt, daß Humboldt sich im Vergleich zur Hinrunde verbessert hat und den kommenden Spielen zuversichtlich entgegenblicken kann.