Endstand: SSG Humboldt - Schmöckwitz/Eichwalde 6:4 (2:2)
Härtel | ||||||
Kurth | Seidel | Pobanz | ||||
Fink | Schell | Humpert | Merbeth | |||
Lewe | ||||||
Fechner | Dümmel |
Wechsel
45. Skrotzki für Schell
65. Köhler für Merbeth
65. Liesener für Fechner
(Stantschew nicht zum Einsatz gekommen)
1:0 (10., Dümmel) | Querpaß in den Strafraum, Schuß von halblinks |
2:0 (12., Lewe) | Fechner spielt Lewe in den Lauf, der von rechts in den Strafraum läuft und am langen Pfosten eingeschiebt |
2:1 (20.) | Humpert "klärt" gegen den an der Strafraumgrenze frei quer laufenden Spieler in dessen Lauf |
2:2 (30.) | Kopfball am langen Pfosten nach Ecke, auch Härtel und Lewe verpassen |
2:3 (48.) | abgerutschte Flanke von der Strafraumgrenze trifft langen Torpfosten |
3:3 (55., Fink) | Skrotzki und Lewe bedienen Fink in der Mitte |
4:3 (60., Dümmel) | aus dem Getümmel im Strafraum |
5:3 (70., Fink) | Liesener und Dümmel über links, Querpaß zu Fink |
5:4 (75.) | Kurths unterläuft im Strafraum den Ball, Stürmer kommt frei zum Schuß |
6:4 (80.) | Kurth klärt gegnerische Ecke auf Köhler, der frei über den ganzen Platz laufen kann und im Strafraum auf Dümmel ablegt |
Bei Sonnenschein bot Humboldt ein unterhaltsames Spiel auf heimischem Kunstrasen. Gegen den mit Verletzungssorgen 12 Mann angereisten Tabellendritten begann Humboldt schwungvoll. Schmöckwitz mußte bereits nach 5 Minuten einen Stürmer auswechseln, der nach einem fairen Zweikampf im Mittelfeld vom Platz getragen werden mußte. Über die schnellen Außenbahnen erspielte sich Humboldt gute Torchancen, von denen Dümmel in der 10. Minute eine zur verdienten Führung nutzte.
Direkt nach Wiederanpfiff zieht Schell auf der rechten Seite mindestens drei Gegenspieler auf sich und paßt zu Lewe, der von rechts freistehend auf das Tor zulaufen kann und auf 2:0 erhöht. Merbeth hat ebenso auf der anderen Seite mehrere Gelegenheiten, seinen Gegenspieler stehenzulassen, verpaßt aber bei den Hereingaben die mitgelaufenen Stürmer. Positiv auch, daß das Spiel durchaus auch mal durch einen Rückpaß beruhigt wird.
Schmöckwitz wird mit tatkräftiger Mithilfe von Humboldt ins Spiel zurückgebracht, als Humpert und Seidel an der Strafraumgrenze den Ball nicht klären. Ebenso schlecht sieht Humboldt zehn Minuten später bei einer Ecke aus, mit der Schmöckwitz zum 2:2 ausgleicht.
Humboldt hat auch in der Folgezeit mehrere gute Torchancen bis zur Halbzeit, doch Fechner verschießt in guter Position im Strafraum den Ball und Dümmel trifft nur das Außennetz, wo ein Rückpaß wohl die bessere Alternative gewesen wäre. Lewe wird im Strafraum in Schußposition gelegt, bekommt aber den Elfmeter nicht zugesprochen.
Die Abwehr von Humboldt steht während des ganzen Spieles gut sortiert und macht es dadurch Schmöckwitz sehr schwer, zu Torchancen zu kommen. Am gefährlichsten sind die hohen Abschläge, die direkt aus der Sonne kommend fast immer einmal aufkommen gelassen werden, ohne das Schmöckwitz davon allerdings profitieren kann. Beide Verteidiger haben ihre Gegenspieler gut im Griff.
Nach der Halbzeitpause spielt Humboldt mit Sonne und Wind im Rücken, wird aber gleich von einer eher ungewollt ins Tor fallenden Flanke kalt erwischt. Durch druckvolles Spiel über außen erspielt sich Humboldt weitere Torchancen, die von Fink und Dümmel zum zwischenzeitlichen 5:3 verwertet werden. Kurth macht die Partie am Ende nochmal etwas spannend, als er sich bei einer Flanke grob verschätzt und der hinter ihm lauernde Gegenspieler anschließend keine Mühe hat, zum 5:4 zu verkürzen. Unmittelbar im Anschluß macht aber Humboldt alles klar, als Kurth die Situation nach einer Ecke klärt und den Ball zu Köhler bringt, der das ganze Spielfeld frei vor sich hat und erst im Strafraum zum mitgelaufenen Dümmel ablegt und diesem damit zum dritten Tor in diesem Spiel verhilft.
Humboldt bot eine durchaus sehenswerte Leistung und hat sich durch eine überzeugende Spielgestaltung diesen Sieg erarbeitet und verdient. Einziges Manko ist, daß Schmöckwitz durch Unachtsamkeiten noch zuviele Tore erzielen konnte.