Endstand: SSG Humboldt - DJK Roland 3:2 (1:0)

Aufstellung

 Robbel
 Skrotzki Pobanz Kluge
Fink Kurth Köhler
 Merbeth Humpert
 Hufeland Liesener

Wechsel
60. Wippich für Liesener
70. Möller für Kluge
75. Stantschew für Hufeland


Tore

1:0 (10., Liesener)Hufeland paßt bei Konter zu Liesener in den Strafraum, der den Ball am Torwart vorbei neben den linken Pfosten schummelt
2:0 (50., Merbeth)Torwart bekommt Ecke von rechts nicht unter Kontrolle, Ball fällt Merbeth 10 Meter vor dem Tor vor die Füße, flach eingehauen
3:0 (68.)Wippich läuft zentral durch und bringt den Ball nach Doppelpaß mit dem Torwart über die Linie
3:1 (82.)Gegenspieler von Skrotzki fädelt im Strafraum ein und bekommt unberechtigt einen Elfer. Robbel verpaßt den Schuß nur knapp
3:2 (90.)Konter über die rechte Seite, Paß (1. Tunnel) an den 5-Meter-Raum, Abwehr kommt nicht mehr richtig ran und Robbel wird auch überwunden (2. Tunnel)

Spielbericht

Humboldt erreichte den Platz an der Berliner Straße mit etwas Verspätung, da man zunächst in der Tietzstraße vorbeigeschaut hatte. Bei kühlen Temperaturen und zwischenzeitlich aufkommendem Wind fand das Spiel gegen den Tabellendritten auf Kunstrasen statt.

Humboldt wählte eine eher defensive Aufstellung, um seine Chancen durch schnelle Konter nutzen zu können. Zunächst bestimmt aber Borsigwalde das Spielgeschehen, rannte aber vergeblich gegen die Humboldter Abwehr an, die auch diesmal wieder gut sortiert Robbel im Tor die Arbeit erleichterte. Mitunter half auch der (aus Humbolder Sicht Gegen-)Wind dabei, den Paß des Gegners ins Leere zu schicken.

Bei Offensive von Humboldt konnten sich beide Außenpositionen gut in Szene setzen und die Abwehr von Borsigwalde ins Schwitzen bringen. Die erste gute Torchance brachte auch gleich die frühe Führung für Humboldt durch Liesener, der von Hufeland schön zentral bedient wurde und den Ball mit etwas Glück bzw. Übersicht am Torwart vorbei neben den linken Pfosten zirkelte.

Weitere Chancen folgten, als Kurth nach einer Viertelstunde einen abgewehrten Ball beherzt (aber auch nicht sonderlich plaziert) Richtung Tor schießt. Humboldts Abschläge (Pobanz) erreichten auch bei Gegenwind die Mittellinie und wurden dort schon fast ungewohnt häufig verlängert, so daß Hufeland Verwirrung stiften konnte, um insbesondere Fink freie Räume zu schaffen. Der hatte auch etwa in der 35. Minuten die größte Torchance in der zweiten Halbzeit, traf aber nach schönem Lauf freistehend nur den Torwart

Borsigwalde hatte in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit etwas mehr Spielanteile als Humboldt, aber die gefährlichsten Situationen waren Hereingaben auf den langen Pfosten (insbesondere nach Freistößen) und die eine oder andere Solo-Aktion, die allerdings von der vielbeinigen Abwehr von Humboldt spätestens im Strafraum vereitelt wurden. Bei Ecken sah Humboldt dank Kurth, Skrotzki und Köhler diesmal sehr gut aus, es wurde nie wirklich brenzlig.

In der zweiten Hälfte erwischte Humboldt ebenfalls gleich wieder einen guten Auftakt, als Merbeth nach Ecke (mit einem Flachschuß!) auf 2:0 erhöht. Borsigwalde bemühte sich auch weiterhin und wechselte nach 60 Minuten zwei frische Spieler ein. Auch Humboldt brachte mit Wippich für den Torschützen Liesener frischen Schwung ins Spiel, und das auch gleich mit Erfolg. In die Gasse gestartet stand er kurz nach der Einwechslung mit Ball nur noch dem Torwart gegenüber, der beim Doppelpaß netterweise mitmachte, so daß Wippich nur noch aus den verbliebenen 3 Metern einschieben mußte.

In der Folgezeit hatte Humboldt weitere Großchancen durch Fink (scharf am kurzen Pfosten vorbeigeschossen, wahrscheinlich zuviel Zeit zum Überlegen gehabt) und Merbeth nach Konter, als sich Humboldt mit erst 4 gegen 2 und dann 5 gegen 3 den Ball recht ruhig vor dem gegnerischen Strafraum zuspielen kann, Merbeth allerdings dann zentral am Strafraum der Ball über den Fuß rutscht und die gute Schußmöglichkeit nicht nutzen kann.

Nach einem dicken Patzer des gegnerischen Torwartes (der im Strafraum unbedrängt unter einem Ball durchspringt) hätte Humboldt ebenfalls nochmal erhöhen können, kommt aber leider einen Tick zu spät (der Abwehrspieler rettet virtous unabsichtlich ans Lattenkreuz). Eine weitere gute Torchance (Zuspiel auf Stantschew durch die Gasse an den Strafraum) vereitelt der Schiedsrichter (Abseits).

Spannend wurde es nochmal kurz vor Schluß, als Borsigwalde zunächst einen durchaus fragwürdigen Elfmeter zugesprochen bekommt (und zum 1:3 verkürzt), und anschlißend Pobanz vom Platz muß, weil der Schiedsrichter eine berechtigte Frage mißversteht. Borsigwalde erzielt mit dem Schlußpfiff noch das 3:2, das aber dann doch zu spät kommt, um noch einen Punkt ergattern zu können, der auch nicht wirklich gerecht gewesen wäre.

Humboldt hat sich mit einer taktisch disziplinierten Leistung wieder mal als Favoritenschreck erwiesen, der in der Rückrunde bisher nur gegen Normannia keinen Punkt erzielt hat. Aus einer sicheren Abwehr konnte sich Humboldt sehr gute Torchancen herausspielen, der Sieg hätte dabei durchaus auch höher ausfallen können.