Endstand: SSG Humboldt - Eintracht Hohenschönhausen 4:2 (3:0)

Aufstellung

 Robbel
 Skrotzki Seidel Kluge
Fink Kurth Humpert
 Merbeth Hufeland
 Dümmel Liesener

Wechsel
55. Fechner für Liesener
65. Stantschew für Fink
70. Pobanz für Hufeland


Tore

1:0 (10., Liesener)Liesener drückt flachen Torschuß von Fink über die Linie
2:0 (20., Dümmel)Flachpaß von Fink in den Rückraum, freistehend aus 10 Metern
3:0 (35., Dümmel)Langer Paß von Fink nach rechts auf Dümmel, der den Ball am herausstürzenden Torwart vorbeischiebt.
3:1 (60.)Fragwürdiger Elfmeter ins rechte Eck verwandelt
3:2 (65.)(kurze) Ecke wird in den Strafraum gespielt, wo sich der Stürmer einen Meter Vorsprung erläuft
4:2 (75.)Konter, Ball rollt dem von der Mittellinie heraneilenden Merbeth vor die Füße, Torschuß prallt vom Verteidiger Dümmel auf die Brust, der aus 10 Metern einhaut

Spielbericht

Humboldt spielte bei sonnigem Wetter auf dem gewohnten Kunstrasen. Hohenschönhausen konnte zunächst verletzungsbedingt nur mit zehn Spielern antreten, erst kurz vor der Halbzeitpause konnte noch ein elfter Mitspieler eingewechselt werden. Deswegen hatte Humboldt die Aufgabe und die Chance, das Spiel zu gestalten. Nach bereits bewährtem Muster wurde aus einer solide stehenden Abwehr der Ball über außen nach vorn gespielt.

Aktivpunkt war hier besonders Fink auf der rechten Seite. Er bereitete alle drei Tore der ersten Halbzeit vor. Das erste wäre fast auf sein Konto gegangen, jedoch hatte der Ball etwas zuwenig Geschwindigkeit, um direkt über die Linie zu rollen. Liesener verhinderte, daß der Verteidiger den Ball noch retten konnte und erzielte aus einem halben Meter das 1:0. Beim zweiten Tor paßt Fink nach Konter von der Grundlinie in den Rücken der Abwehr an den Elfmeter-Punkt, wo Dümmel bereits lauert und sicher verwandelt.

In der Folgezeit hatte Liesener noch eine dicke Chance, senst aber 5 Meter vor dem Tor freistehend neben den Ball. Noch mehr Zeit hatte Hufeland, der direkte Torschuß von halblinks rollt aber links vorbei. Erst Dümmel gelang es, nach langem Paß von Fink von halbrechts zum 3:0 zu erhöhen.

Humboldts Abwehr hatte keine große Mühe, mit der zahlenmäßigen Überlegenheit Torchancen von Hohenschöhnhausen zu verhindern, sah allerdings doch gelegentlich etwas unsortiert aus. Insbesondere verstand es der Gegner immer wieder, einen steilen Flachpaß auf ihre Sturmspitze zu bringen, der es gelang, sich um den jeweiligen Verteidiger rumzudrehen und nur noch Humboldts letzten Mann vor sich zu haben. Durch Nachsetzen und unter Mithilfe der gegnerischen Abschlußschwäche konnte Humboldt aber das Zu-Null halten.

In der zweiten Halbzeit hatte die nun vollzählige gegnerische Mannschaft mehr Spielanteile und gestaltete die Partie ausgeglichen. Humboldt eröffneten sich weitere gute Chancen, so Hufeland nach Ecke ("klärt" vor Fechner) und eine fast identische Großchance wie bereits in der ersten Halbzeit. Spannend wurde die Partie, als der mehr aufgrund seines erzählerischen Talents als seiner Leistung auffallend Schiedrichter einen Elfmeter gibt, bei dem Skrotzki den im Strafraum niedersinkenden Gegner noch nicht mal berührt hat.

Hohenschöhnhausen verkürzt sicher zum 1:3 und verstärkt die Bemühungen, das Spiel nochmal zu kippen. Humboldt hält gegen und hat seinerseits weitere gute Chancen (Humpert im Strafraum). Die glücklichere Mannschaft ist allerdings Hohenschöhnhausen, die zum 2:3 verkürzt, begünstigt durch eine Humboldter Hintermannschaft, die bei einer schnell ausgeführten Ecke zu lange braucht, um sich zu sortieren.

Nach der Verstärkung der Abwehr durch Einwechslung von Pobanz für den inzwischen ermatteten Hufeland bestimmt jedoch Humboldt wieder das Spiel (Flanke von Skrotzki, leider auf den Torwart) und kann schließlich nach Konter das 4:2 erzielen, wiederum durch den nunmehr dreifachen Torschützen Dümmel. Bei zwei weiteren guten Chancen (langer Paß sowie Freistoß in den Strafraum) fehlen nur Zentimeter.

Humboldt setzt seine Siegesserie fort und hat inzwischen bereits Anschluß an die erweiterte Tabellenspitze gefunden. Diesen Lauf gilt es auch in das nächste Spiel, ein Nachholespiel gegen Veritas, mitzunehmen.