Endstand: SSG Humboldt - Eintracht Friedrichshagen 0:4 (0:0)
Robbel | ||||||
Skrotzki | Pobanz | Kluge | ||||
Köhler | Kurth | Humpert | Rose | |||
Neumerkel | ||||||
Dümmel | Fechner |
Wechsel
55. Wippich für Fechner
60. Hufeland für Neumerkel
70. Möller für Skrotzki
0:1 (55.) | Stürmer hat gegen Kluge und Pobanz einen halben Schritt Vorsprung, Robbel verlängert zum Kopf von Pobanz (unhaltbar :) |
0:2 (65.) | Freistoß außen an der Mauer vorbei |
0:3 (75.) | Gegner haut durch den Strafraum hüpfenden Ball ein |
0:4 (87.) | Abgewehrter Ball wird aufgegeben, kommt nochmal vors Tor, wo 3 Humboldter gegen 2 Friedrichshagener den Ball nicht von der Linie bekommen |
Das Nachholespiel gegen Friedrichshagen bestritt Humboldt entgegen der Hoffnungen auf Kunstrasen bei kräftigem Gegenwind. Der Tabellendritte Friedrichshagen erwies sich in der ersten Halbzeit als durchaus beherrschbarer und nachlässiger Gegner. Unter Druck gesetzt, konnte Humboldt die gegnerische Abwehr mehrmals zu Ballverlusten zwingen. Humpert hatte die erste große Chance nach zehn Minuten, als er vom rechten Verteidiger den Ball bekommt und frei aufs Tor läuft. Aus Nahdistanz und spitzem Winkel war der unplaziert auf den Torwart geschossene Ball aber sichere Beute.
Fünf Minuten später läuft Fechner allein aufs Tor zu, semmelt den Ball aber von der Strafraumgrenze recht weit am Tor vorbei. Weitere 10 Minuten später schiebt Dümmel den Ball in die Mitte. Neumerkel verpaßt das 1:0 gleich zweimal.
Der Gegner hatte bei Rückenwind nur selten Gelegenheit zu gefährlichen Aktionen. Lange Bälle stoppten nicht wirklich ab und liefen darum mehrmals ins aus und waren überdies recht ungenau. Ein Lattenschuß und eine nur knapp verpasste Hereingabe waren die besten Möglichkeiten der Friedrichshagener in der ersten Halbzeit
Die zweite Halbzeit setzt die erste recht nahtlos fort. Eher unerwartet erzielt Friedrichshagen das 0:1, als ein langer Ball durch die Mitte doch mal den Stürmer erreicht, der die etwas schlechte stehende Abwehr nicht gut aussehen läßt. Beim Rettungsversuch köpft Pobanz den Ball, der ohnehin hineingegangen wäre, zum ersten Saisontor über die Linie.
Nach zwei Einwechslungen, die die nachlassenden Kräfte im Mittelfeld verstärken sollten, hat Humboldt die beste Chance zum Ausgleich. Hufeland trifft die Latte, Wippich setzt nach und steht 3 Meter vor dem Tor und dem bereits geschlagenen Torwart, hat alle Zeit der Welt - und schafft es, den abprallenden Ball noch an Pfosten zu lenken. Kurz darauf durchnäßt ein kurzer, aber heftiger Schauer alle Spieler einschließlich des vom Gegner gestellten und gut pfeifenden Schiedsrichters bis auf die Haut.
Unmittelbar nach dem vergebenen Ausgleich macht Friedrichshagen ein Freistoßtor zum 2:0, wobei die Mauer sicher nicht optimal gestellt war. Einige Spieler von Humboldt ließen bereits jetzt die Köpfe hängen, obwohl noch ausreichend Zeit für einen Ausgleich war. Humboldt baute im Mittelfeld allerdings mehr und mehr ab, insbesondere Rose auf der linken Seite verfiel nach bisher gutem Spiel in seine übliche Mittellinien-Position und war weder vorn noch hinten sonderlich aktiv.
Nach dem 0:3 war schließlich das Spiel entschieden, das 0:4 kurz vor Schluß ärgerlich in der Entstehung, weil Humboldt einen abgewehrten Ball (mal wieder) verschläft.
Alles in allem hat Humboldt es versäumt, die Weichen in der ersten Halbzeit auf Sieg zu stellen und ist dafür von Friedrichshain gnadenlos bestraft worden. Bei den Gegentoren sah Humboldt nicht gut aus, in der zweiten Halbzeit stimmt nach dem 0:2 außerdem die Einstellung nicht mehr.