Endstand: SSG Humboldt - SSG Oberspree 3:5 (0:3)

Aufstellung

 Robbel
 Skrotzki Seidel Kluge
Humpert Pobanz Wippich
 M. Fischer Fechner
 Dümmel Hufeland

Wechsel
45. Schell für Skrotzki

Schiedsrichter
Neumerkel


Tore

0:1 (1.)Stürmer von SSV Oberspree startet rechts, läuft bis zur linken Eckfahne, Hereingabe wird von Kluge (erster Humboldter Ballkontakt vor das Tor abgefälscht, wo der andere Stürmer zwischen Pobanz und Humpert freisteht
0:2 (4.)Schlecht abgewehrter Ball wird auf den linken Stürmer gespielt, der sich gegen 2 den Ball vorlegt und aus spitzem Winkel ins lange Ecke schiebt
0:3 (35.)Freistoß wird in Kniehöhe durch die entscheidend abfälschende Mauer geschossen
1:3 (50., Wippich)Pobanz bedient vom Mittelkreis Wippich halbrechts, der ins lange Eck versenkt.
2:3 (60., Fischer)Langer Ball von Humpert an den rechten Strafraum, Fischer nimmt mit der Brust an und schiebt flach ein.
2:4 (65.)Kontersituation, Torwart Robbel wird eiskalt verladen
2:5 (70.)Konter nach miserablem Paß von Seidel, Lupfer über den Torwart
3:5 (80., Fischer)Wie beim 2:3, nur diesmal halblinks und mit kurzem Stolperer vor dem Torschuß

Spielbericht

Humboldt gegen die zwei Plätze weiter vorn plazierte Mannschaft von Oberspree war ein 6-Punkte-Spiel, mit einem Sieg konnte Humboldt an Oberspree vorbeiziehen. Doch die Hoffnungen wurden bereits in der ersten Minute erstmal gedämpft. Oberspree spielte eine interessante Anstoßvariante. Ein Stürmer lief von der (aus Sicht von Humboldt) rechten Außenlinie quer über den gesamten Platz nach links, und bekam links den Ball. Nicht gut genug von Skrotzki und Fechner abgeschirmt, kann er nach innen Flanken. Der Ball, der normalerweise ungefähr am Elfmeterpunkt vorbeigeflogen wäre, wird von Kluge in den Fünf-Meter-Raum abgefälscht, wo Humpert und Pobanz sich noch nicht einig geworden sind, wer den zwischen ihnen durchlaufenden Stürmer decken soll. Aus Nahdistanz muß dieser nur noch den Fuß ranhalten.

Auch beim 0:2 nur kurze Zeit später ist Humboldt nicht richtig bei der Sache. Der Angreifer von Oberspree setzt sich gegen Skrotzki und einen weiteren Spieler von Humboldt auf der rechten Seite durch und trifft aus spitzem Winkel ins lange Eck

Nach diesem frühen Rückstand kam Humboldt dann doch langsam ins Spiel. Der Wechsel der Position von Humpert und Fechner brachte zusätzlich nach einer Viertelstunde Ruhe in das zentrale defensive Mittelfeld, wo Oberspree bis dahin sehr oft machen konnte, was es wollte. Kluge hatte den deutlich über Kreisliga-E-Niveau spielenden gefährlichen Stürmer von Oberspree in der Folgezeit gut im Griff.

Ab Mitte der ersten Halbzeit hatte Humboldt gegen die nicht sonderlich sichere Abwehr von Oberspree auch einige gute Torchancen. Humpert und Fischer übten (über kurze Distanz) bereits die Variante Brust annehmen - auf den Fuß legen und aus dem Strafraum aufs Tor schießen, zunächst noch rechts am Tor vorbei. Fechner versuchte über rechts, lange Bälle zu erlaufen, kam aber nicht richtig in den Strafraum. Wippich hatte in der 30. Minute eine gute Torchance. Fechner schoß den nach einer Flanke aus dem Strafraum herausrollenden Ball flach und scharf nur knapp am linken Torpfosten vorbei.

Oberspree war ausschließlich durch Konter gefährlich. Dem bisherigen Spielverlauf entsprechend war dann auch das 0:3 in der 35. Minute. Ein direkter Freistoß von halblinks geht durch die Mauer und wird so abgefälscht, das der bereits in die Mauerecke hechtende Robbel nur noch hinterhersehen kann, wie der Ball auf der anderen Seite reinfällt.

Nach dem Seitenwechsel versuchte Humboldt weiterhin, die Oberhand im Spiel zu behaupten, was auch ganz gut gelang. Die Einwechslung von Schell für Skrotzki belebte die Angriffsbemühungen auf der rechten Seite deutlich. Humboldt kam zu Flanken und war oft in der gegnerischen Hälfte. Schließlich konnte Humboldt auf 1:3 verkürzen, als Humpert erst Pobanz im Mittelkreis anspielt, dieser an einem Gegenspieler vorbeigeht und Wippich (rechts?) in den Lauf spielt, der sich an seinem Gegenspieler vorbeischiebt und den Ball im langen Eck unterbringt.

Kurze Zeit später kann Humboldt den Torerückstand sogar auf eins verringern. Wie bereits in der ersten Halbzeit geübt, nimmt Fischer einen (diesmal langen) Ball mit der Brust an und runter und erzielt recht unbedrängt das Tor.

Aber Oberspree war mit seinem Latein noch nicht am Ende. Der bereits erwähnte sehr quirlige und schnelle Stürmer wird freistehend (und abseitsverdächtig) auf der linken Seite angespielt. Nach Tanz um Torwart und den noch herbeieilenden Kluge bringt er schließlich den Ball im Tor zum 2:4 unter. Das 2:5 erzielt Humboldt nach einem groben Schnitzer von Seidel, der von der Mittellinie einen Flugball zum Gegner spielt. Beim anschließenden Konter hebt der Stürmer von Oberspree den Ball über Robbel ins Tor.

Fischer erzielt schließlich nach bereits bekanntem Muster noch das 3:5 und verhilft damit Humboldt wenigstens zum "Gewinn" der zweiten Halbzeit.

Oberspree hatte in diesem Spiel einen sehr guten Sturm, der das Spiel zugunsten der Gästen entschied, und eine durchaus anfällige Hintermannschaft. Humboldt verschenkt durch die anfängliche Unaufmerksamkeit mindestens einen Punkt. Torschütze Wippich hatte auf der ungewohnten Position auf der linken Seite einige Schwierigkeiten beim Stellungsspiel, Pobanz könnte sich im Spielaufbau noch mehr einschalten. Humboldt steht damit vor dem letzen Spiel gegen den Tabellenzweiten Trakya Spor auf einem sicheren Tabellenplatz im Mittelfeld.